Bevor Fringe leider in die Pause verschwindet, lieferte die Serie mit Jacksonville endlich wieder eine Olivia-Episode. Zugleich ist die Episode den Parallelwelten gewidmet. Dass es sich mit vier Händen wesentlich schneller schreibt, musste bei diesem Review Serienjunkies.de-Redakteur Vladislav Tinchev feststellen.In einem der mittlerweile berüchtigten Fringe-Horror-Teaser sehen wir, wie ein Officegebäude in Manhattan von einem Erdbeben erschüttert wird; zwischen den Ruinen erwacht ein Office-Mitarbeiter (Ted Pratchett) mit mehr Körperteilen als gewöhnlich. Außerdem ist seine Schulter Teil einer Trägersäule des Gebäudes, und aus seinem Bauch ist ... ein Kopf gewachsen! Sein eigener! Als das Fringe-Team eintrifft, braucht Walter (John Noble) nicht lange, um das Kernproblem zu benennen: Dank Thomas Newtons (Sebastian Roche) Versuchen, die „Tür“ zu öffnen, ist besagtes Gebäude samt Inhalt aus dem anderen Universum eingetroffen und mit „unserem“ kollidiert - oder besser gesagt: ineinander geschmolzen.
Walter erklärt uns die physikalische Beschaffenheit von Paralleluniversen: Wenn ein Gegenstand auf „die andere Seite“ bewegt wird, muss ein ähnlicher von drüben ihn ersetzen, um die Balance wiederherzustellen. Für das Fringe-Team bedeutet das, dass sie es identifizieren und evakuieren müssen. Frage: wie macht man das?
Hier kommt Olivia (Anna Torv) ins Spiel. Denn Walters Worten zufolge (und auch Bells, oder „Bellies“, wie ihn Walter nennt) war sie das einzige Kind, das Objekte von der anderen Seite identifizieren konnte: sie sah sie schimmern („glimmer“). Das Fringe-Team fährt zu Bells (Leonard Nimoy) und Walters altem Experimentiernest in Jacksonville, um Olivias Fähigkeiten zu reaktivieren.
Es folgt eine von Olivias Reisen ins Unbewusste, wo sie in einem Wald auf sich selbst als kleines Mädchen trifft. Aber Anderes als Abscheu und Vorwurf gegenüber Walter und seinen damaligen Experimenten an den Kindern fördert diese Reise nicht zu Tage. Walter findet heraus, dass Olivia einfach keine Angst mehr hat beziehungsweise haben will: Ihre damalige Angst hat sie in Wut verwandelt, und dies ist die Ursache dafür, dass sie zu ihren Fähigkeit keinen Zugang mehr findet. Nachdem wir Charakterdrama-artiges in den letzten Episoden fast nur zwischen Peter (Joshua Jackson) und Walter erlebt haben, gehören die starken Momente in Jacksonville Olivia und Walter.
Doch auch die Fans, die sich schon seit der ersten Staffel nach einer Annäherung zwischen Peter und Olivia sehnen, bekommen hier ihren kleinen Moment: Als Olivia das Gebäude nicht identifizieren kann und der Behördenapparat mit all seinen „herkömmlichen“ Suchmöglichkeiten auch zu scheitern scheint, fühlt sie sich schuldig. Sie sagt zu Peter, sie hätte versagt. Als er tröstend ihre Wange streichelt, kommt es fast zu einem Kuss, aber - und: natürlich - in dem Moment realisiert sie, dass die Angst und das „kleine Mädchen“ in ihr wieder da sind.
Anschließend schafft sie es, die Menschen zu retten, bevor das Gebäude nach „Drüben“ verschwindet. Die Episode endet mit Peter und Olivia, die etwas trinken gehen wollen. Und... man sah es schon die ganze letzte Viertelstunde (wenn nicht schon früher) kommen: Olivia sieht Peter schimmern - er ist von „drüben“! Walter: „Please don't tell him.“
Was wird Olivia tun? Werden die Dreiecksbeziehungen unseres Trios weiterhin auf Lügen basieren? Außerdem frage ich mich: Gelten die physikalischen Gesetze der Paralleluniversen so, wie sie Walter erklärt hat, auch für Personen? Was ist dann passiert, als Walter Peter holte? Vielleicht erfahren wir es in vier Wochen - in der nächsten Episode namens Peter.
12 Kommentare| MarQes schreibt vor 7 Monate Wieder eine sehr starke Episode! Das Ende war natürlich sehr geil und richtig gut geeignet, die Spannung über die längere Pause zu halten. Bin auch froh, dass langsam wieder die Story vorangetrieben wird mit dem Erscheinen von Newton! Sehr interessanter Gedanke mit dem Ausgleich der Paralleluniversen in Bezug auf Peter. Hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Die Frage ist, ob der nur für Gegenstände gilt oder auch für Personen. Da z.B. "Belly" ja auch in das andere Universum geflüchtet ist. Und Walter könnte ja auch Peters Leichnam in das andere Universum gebracht haben, dann wäre Peters Grab eben leer gewesen... |
| sjunk schreibt vor 7 Monate Tolle Folge, wobei die Special Effects nicht so überzeugend waren... Mich interessiert, ob Olivia die Fähigkeit jetzt permanent hat. Denn wovor hatte sie am Abend Angst (dass sie Peter näher kommt?). Hoffentlich erwirbt sie auch weitere Eigenschaften von Mini-Olivia wie zum Beispiel Feuer entfachen ("You started a fire with your mind." )... -- zuletzt geändert:05.02.2010 16:14 |
| Wetterfrosch schreibt vor 7 Monate tolle folge bei dem fast kuss bin ich ja fast vom stuhl gefallen ♥ das mit dem andernen universum fand ich echt toll... endlich erfahren wir was über das zusammenleben der beiden universen ich finde die pause ist viiiel zu lang... dreh jetzt schon am rad... ich will wissen wie es mit olivia und peter weitergeht |
| Codey20 schreibt vor 7 Monate Schon lange kein Fringe mehr gesehen. Ganz vergessen wie verstörend die Serie sein kann :-) (im Positiven Sinn) Eine super Folge bei der ich öfters mal Gänsehaut bekommen hab. Ich bezweifel das Olivia irgendwelche permanenten Fähigkeiten entwickelt, auch würde ich das nicht begrüssen, soll ja keine Superhelden Serie werden. Wird ne lange Pause werden, aber ich bleib dran ..die Serie ist momentan eine von wenigen die mich vollends begeistern. |
| unit66 schreibt vor 7 Monate Diese Episode war einfach nur grandios - ein Meisterwerk. Special-Effect-mäßig war dieses Mal auch wenig zu machen: Keine Monster, keine gar so (visuell) verstörenden Toten, usw. Etwas noch zur Annäherung zwischen Peter und Olivia: Als Olivia am Ende zu Peter gegangen hat, hat sie ihr Haar offen getragen (Ich sag das jetzt nicht nur weil Anna Torv mit offenen Haaren wesentlich besser aussieht! ;)) |
| iMars89 schreibt vor 7 Monate WOW! Genau von SO einer Episode rede ich die ganze Zeit. Keine Monster oder Mutanten und keine Viren, die mich zwar gut unterhalten aber nicht sprachlos vorm Fernseher sitzen lassen. SOWAS erwarte ich von Fringe! Gebäude, die aus dem anderen Universum in unseres springen! WAHNSINN! Und vor allem die Details waren grandios. Habe das mit den neuen Pentagon-Bauplänen erst gar nicht verstanden. Einfach eine tolle Episode. WILL DIE NÄCHSTE SEHEN!!! |
| weckman schreibt vor 7 Monate Ich stimme zu, eine großartige Folge mit einem Cliffhanger, der die vier Wochen %&!?§s Winterolympiade noch länger erscheinen lassen wird. Die Frage nach dem Masseausgleich der Paralleluniversen ist natürlich sehr interessant, aber andererseits auch ein echter Logik-Stolperstein, oder wie muss ich mir all die Agenten von der anderen Seite erklären? Da gab es doch schon so viel Austausch, wie seltsam, dass es nie jemandem vorher aufgefallen ist. Was Olivia's Fähigkeiten angeht, so habe ich da für das Ende eine recht romantische Erklärung: Ich bin der Meinung, dass sie in diesem Moment tatsächlich Angst hatte und deshalb Peter so sehen konnte. Es gibt ja viele Formen der Angst, auch die Bauchkribbel-Angst der Unsicherheit vor dem ersten Date. Natürlich extrem tragisch, dass sie durch ihre Gefühle für Peter in die Lage versetzt wurde, sein Geheimnis zu entdecken, was gleichzeitig der gerade erst aufblühenden Beziehung sehr im Weg stehen dürfte. Aber Olivia ist ja auch angelegt als eine alles in allem sehr tragische Figur. Ich bin jedenfalls gespannt und kann nur hoffen, dass FOX ein Einsehen haben wird und die Serie a) nicht absetzt und b) für die dritte Staffel wieder auf einen besseren Sendeplatz packen wird. |
| Dermitder schreibt vor 7 Monate 4 wochen? es geht doch erst am 1.april weiter.. also in 8 wochen qq |
| Wetterfrosch schreibt vor 7 Monate @ weckman: ich hab gelesen das die 3. staffel schon so gut wie feststeht wir können uns also freuen =) |
| Ponder Stibbons schreibt vor 7 Monate Die Folge war OK, aber nicht so großartig wie hier überschwänglich kommentiert wird. Für mich stellt der Massenausgleich das größte Problem dar. Eigentlich hätte das Haus nicht mehr verschwinden dürfen, denn die Masse hat sich ja mit dem verlaßen der Personen verändert. Eigentlich hätten sie überhaupt nur sehr grob die Masse eines Gebäudes bestimmen können, und dann mit Möbeln, anderem Inventar und Personal ist es so gut wie unmöglich. Oder zählt das nicht, warum wird es dann mittransportiert? Und warum tritt dieser Ausgleich erst soviel verspätet auf. Die Quantenmechanik basiert sonst auf sehr kleinen räumlichen und zeitlichen Abmessungen (ich sag jetzt mal nur Plancksches Wirkungsquantum, ca. 10 hoch -32 m, etc.), warum haben sie also Stunden Zeit? Arrgh, das ist alles ziemlich haarsträubend, mehr als so manches andere in der Serie ... und das stört keinen wirklich? Ich halte so ein Vorgehen, solche Storylines für sehr schlechte SF. |
| NatalieMars schreibt vor 7 Monate @Ponder Stibbons: Ich glaube, du machst dir EINDEUTIG zu viele Gedanken. Das ist eine SERIE, keine Dokumentation. :) Ich denk gar nicht über sowas nach, weil ich gar nicht erwarte, dass irgendwas davon wissenschaftlich beweisbar ist. Ich fand die Folge auch sehr gut. Die Hintergrundgeräusche im Wald waren sehr gut gewählt. Die Kulissen (der Kinderhort oder Schule) waren genauso gut. Die Story mit dem 2. Universum wurde weitergeführt. Spannung wurde aufgebaut. Ich bin immernoch total begeistert. Was mir nicht gefallen hat, ist dass sich jetzt wirklich eine Romanze zwischen Peter und Olivia entwickelt. Mich persönlich stören solche Beziehungen immer. Können die beiden nicht eine freundschaftliche Beziehung haben. Wenn unbedingt eine Romanze mit hineinmuss, dann hätten sie einen Charakter dazunehmen können oder so. Aber ich fand das freundschaftliche ("Du kannst mir vertrauen", "Ich bin immer für dich da" ) immer SO toll. Ich bin trotzdem gespannt, wie Liv mit dem "anderen" Peter klarkommt und umgeht. -- zuletzt geändert:09.02.2010 15:26 |
| Ponder Stibbons schreibt vor 7 Monate @NatalieMars: mag sein mag sein - ich denke, die SF-Gemeinschaft sieht das anders. Die besten Science Fiction Geschichten sind auch Wissenschaftlich solide: Arthur C. Clarke & Stephen Baxters "Light of Other Days", James Hogans "Proteus Operation" Oder sie haben mal gar nichts mit Technik am Hut, so wie fast alles von Asimov und auch vieles von Arthur C. Clarke. Hätte ich gewußt, dass man jede Frage, die sich selbst schon "informirten Laien" aufdrängen, einfach so vom Tisch wischen kann, hätte ich niemals aufgehört SF zu schreiben :) (OK, der eigentliche Grund war Zeitmangel ;) aber ich hätte ein paar Ideen für TV-Serien :D ) Ich frage mich was das für ein Problem darstellen soll, dass der Peter, den sie seit einiger Zeit kennt, nicht aus diesem Universum stammt? Verändert hat er sich ja nicht, und für sie ist klar, das Walter der Urheber war. (Walters letzter Satz) Wenn sollte sie nur mit Walter ein Problem haben, wenn überhaupt. Oder sind wir wieder im kalten Krieg? Wenn es da ein Problem geben sololte, dann liegt das wahrscheinlich an der weiblichen Logik ;) (kleiner Stänkerer meinerseits :D ) |
Vladislav Tinchev veröffentlichte diese Meldung am Freitag, 5.Februar 2010 15.00 Uhr
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