The Bishop Revival ist die vorletzte Episode, bevor Fringe eine längere Pause einlegt. Serienjunkies.de-Redakteur Vladislav Tinchev begab sich auf die Suche nach dem Seepferdchen.In The Bishop Revival erfahren wir, dass das Wissenschaft Prison nicht die einzige German-Connection in Fringe ist. Stand am Anfang der zweiten Staffel Olivia (Anna Torv) im Zentrum der Ereignisse, hat sich die Perspektive nun eindeutig auf die beiden Bishops und ihre Beziehung hin verschoben. Und The Bishop Revival setzt in dieser Hinsicht einen Höhepunkt. Die Episode demonstrierte, wie geschickt Fringe die Fälle der Woche mit Mythologie verbindet: Eine Geschichte, die am Anfang nichts mit den Figuren zu tun haben scheint, entwickelt sich zur starken, „mythologischen“ Erzählung.
Der Nazi Alfred Hoffman hat ein DNA-basiertes Toxin entwickelt, um bestimmte Menschengruppen zu töten. Welche das sind, kann man sich ja vorstellen. Da er seine Experimente „erfolgreich“ durchführt, muss die Fringe-Division ihn mit Hilfe von Dr. Robert Bishoff stoppen. Bishoff ist eigentlich auch Bishop, der Großvater von Peter (Joshua Jackson). Überraschung! Walter (John Noble) kommt dadurch drauf, dass er in der molekularen Zusammensetzung des Toxins die Signatur seines Vaters erkennt: ein Seepferdchen. Wow: das also verbirgt sich hinter dem Fringe-Seepferdchen!
Unter seinem echten Namen, Bishoff, hat Robert an Nazi-Projekten teilgenommen, aber nur, indem er als Wissenschafts-Spy den Amerikanern Informationen lieferte, bevor er nach Amerika floh und seinen Namen änderte. Interessant fand ich die Tatsache, dass Peter und Walter unterschiedliche Daten für den Zeitpunkt der Machtübernahme seitens der Nazis nannten: wieder ein Hinweis auf Parallelwelten? Wie haben sich dann die Ereignisse in der „anderen“ menschlichen Geschichte abgespielt? Auf diese interessante Frage werden wir hoffentlich bald eine Antwort bekommen.
Hoffman gelingt es beinah, Walter zu erledigen - nur um letztendlich durch dessen Hand zu sterben. Sein letzter Atemzug: Traitor!? Vergangene Woche beging Peter seinen ersten „offiziellen“ Mord nun ist die Reihe an Walter. „Family is very important to me. There's nothing I wouldn't do“, sagt er entschuldigend zu Olivia, nachdem Broyles (Lance Reddick) bei den Bishops wieder ein Auge zugedrückt hat.
War nun der Apfel, den Alfred aus Walters Kühlschrank nahm und von dem er im Close-Up fast die Hälfte abbiss, auch eine Re-Präsentation - des anderen Fringe-Zeichens?
Roberts Bücher, die Peter vor Jahren aus Rache an Walter verkauft hatte, sind laut Walter die Quelle für Hoffmans Experimente, aber warum dann die Bezeichnung „Verräter“? Warum sah man am Ende Alfred auf einem alten Foto neben Robert? Am Anfang der Episode wurde Alfred, bevor er sein Toxin aktivierte, von einer jüdischen Frau erkannt! Also muss er mehr als hundert Jahre alt sein! Haben die Nazis auch das Experiment mit dem ewigen Leben erfolgreich durchgeführt - oder ist er eine Art Besucher, gar Observer gewesen?
Viele neue Fragen - bei Fringe ein Zeichen für eine sehr gelungen Episode!
7 Kommentare| Nierenversagen schreibt vor 8 Monate Walter sagt in seinem Labor, als er die DNS von Alfred untersucht hat, dass die Telomere der DNS darauf hinweisen dass die Person 100 Jahre alt ist. Das schließt für mich die Option eines Observers eigentlich aus, ich kenn auch keinen Observer mit Haaren. |
| Winfield schreibt vor 8 Monate Eine wirklich gelungene Folge. Nur hoffe ich, dass die ganzen Fragen auch irgendwann beantwortet werden. Sowohl Walter als auch Peter werfen immer wieder neue Fragen auf, die der Spannung der Serie zwar gut tun, aber die Serie an sich nicht vorranbringen. Denn wenn eine Frage beantwortet wurde, stand gleich mindestens eine neue im Raum. Ich hoffe aber, dass Fox und auch J.J. Abrahms wissen was sie tun und die Serie um mindestens noch eine dritte Staffel verlängern. Am besten wäre natürlich auch ein Festgesetztes Enddatum, ähnlich wie bei Lost. Das wünsch ich mir zumindest ;-) |
| Vladoks schreibt vor 8 Monate Ähm nein es gibt keine 2 daten für die machtergreifung, sondern 2 daten für die übersiedlung von robert, die hat walter anfangs um 10 jahre vorgeschoben damit eben kein nazi-verdacht aufkommt (also bei peter). verbindung in die parallelwelt vermute ich eher wegen der schreibmaschine die der nazi in seinem kleinen kellerlabor hatte. |
| MarQes schreibt vor 8 Monate Ja, Walter hatte das Datum von Robert Bischoffs "Umzug" von Berlin nach USA "frisiert", damit dessen Forschung nicht deskreditiert wurde. Ausnahmsweise mal eine logische Erklärung ;-) Auch nett, dass Peter davon auszugehen scheint, dass 1933 LANGE vor der Machtergreifung war... Fand die Episode auch echt klasse, nur am Ende hat es mich wieder genervt, dass der Schauspieler wieder mal kein Deutscher war und "Verräter" nicht richtig aussprechen konnte (s. Pilot oder Wissenschafts-Prison)! |
| sjunk schreibt vor 8 Monate Wieder eine bessere Folge. Die Waffe wäre bei 24 interessant... Mich interessiert, mit wem Peter kurz vor dem Ende (letzter Einsatzort) telefoniert hat... |
| NoSuperman schreibt vor 8 Monate Hmm vielleicht sieht Walter ja auch nicht nur so aus wie sein Vater Robert sondern war es selbst der damals für die Nazis arbeitet und auch er ist weniger gealtert in der Zeit. Wenn auch mehr als der böse Nazi in dieser Folge. Ich denke "Verräter" rief der Nazi bevor er starb weil Robert Bischof ja laut Aussage von Walter für die Allierten spionierte. Aber vielleicht hat der Bösewicht ihn dann zuletzt doch noch als seinen alten Kollegen erkannt und es ihm deshalb direkt entgegen geschrien. Im übrigen glaube ich nicht dass Peter und Walter unterschiedliche Daten der Machtübernahme der Nazis nannten. Peter nahm lediglich an dass sein Großvater Robert bereits im Jahre 1933 nach Amerika kam während es laut Walter in Wirklichkeit erst 1943 war. |
| MarQes schreibt vor 8 Monate "Im übrigen glaube ich nicht dass Peter und Walter unterschiedliche Daten der Machtübernahme der Nazis nannten. Peter nahm lediglich an dass sein Großvater Robert bereits im Jahre 1933 nach Amerika kam während es laut Walter in Wirklichkeit erst 1943 war." Mir ging es lediglich darum, dass Peter sagt, Robert Bischop sei 1933 übergesiedelt und dies also lange vor der Machtergreifung war. Fakt ist aber, dass die Machtergreifung eben im selben Jahr war. |
Vladislav Tinchev veröffentlichte diese Meldung am Freitag, 29.Januar 2010 15.00 Uhr
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