Der von CDU-nahen Kreisen dominierte Verwaltungsrat des ZDF hat am gestrigen Freitag den Vorschlag von Intendant Markus Schächter abgeschmettert, den Vertrag des derzeitigen Chefredakteur des Senders, Nikolaus Brender, für eine weitere Amtszeit zu verlängern. Serienjunkies-Redakteur Christian Junklewitz über einen neuen traurigen Höhepunkt der politischen Einflussnahme auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen.Für all diejenigen, die finden, dass es im deutschen Fernsehen schon ohnehin zu viele Kochsendungen gibt, war gestern kein guter Tag. Denn mit der Entscheidung des ZDF-Verwaltungsrats, den im März 2010 auslaufenden Vertrag von Nikolaus Brender nicht zu verlängern, steht fest: Ab kommenden Jahr wird die Zahl der Koch-Sendungen, jedenfalls im ZDF, noch beträchtlich zunehmen. Denn es war vor allem der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU), der sich für die Ablösung Brenders stark gemacht hat. Wie zuletzt unter anderem in diesem http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E2A0EFC256F3F44AEA0E3668BCA1D9A07~ATpl~Ecommon~Scontent.htmlInterview mit der FAZ.
Den Vorwurf der politischen Einflussnahme wies der CDU-Politiker in dem Zeitungsinterview empört von sich: Selbstverständlich ginge es nicht darum, einen unabhängigen und damit potenziell missliebigen Journalisten los zu werden. Nein, es sei nur die Sorge um die Qualität und Zukunftsfähigkeit des ZDF-Programms, die ihn und die anderen Kritiker von Brender umtreibe. Seinem Hauptargument, dass die ZDF-Nachrichtensendungen in den Einschaltquoten hinter die private Konkurrenz zurückgefallen seien, ist an anderer http://satundkabel.magnus.de/artikel/tv-nachrichten-rtl-sieht-sich-vor-heute-im-zdf-ohne-3sat-zuschauer.htmlStelle schon begegnet worden. Darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Auch nicht um die interessante Wendung, dass ausgerechnet von Seiten der Politik, die dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen das Auf-die-Quoten-Schielen regelmäßig zum Vorwurf macht, die Einschaltquote auf einmal als Maßstab angelegt wird.
Nein, vielmehr soll an dieser Stelle einmal der Versuch unternommen werden, Roland Koch beim Wort zu nehmen: Ihm geht es also um die „Negativentwicklungen“, die das ZDF im Wettbewerb mit den anderen Sendern erfahren hat. Und um diese Negativentwicklungen zu beheben, setzen Koch und die Seinen logischerweise bei der Personalie des Chefredakteurs an. Weil nichts einer positiven Zukunft des Senders so abträglich wäre, wie eine falsche Besetzung dieses Postens. Was macht es da schon aus, dass die interne Struktur des Senders - vor allem die gegenseitige Blockade von Chefredaktion und Programmdirektion - ein effektives Bestehen im Wettbewerb schwierig bis unmöglich macht? Dass die Programmplanung des ZDF noch weitestgehend Prinzipien aus den 70er Jahren folgt?
Daran muss offenbar nichts geändert werden. Nein, es ist Nikolaus Brender, mit dem die Zukunft des ZDF steht oder fällt.
Das Erschreckende daran ist: Wenn es tatsächlich nicht um politische Einflussnahme ginge, sondern wirklich nur um eine sachbezogene Entscheidung im Interesse des Senders, dann würde das, was Roland Koch hier treibt, ein Ausmaß von Inkompetenz sichtbar machen, das man selbst bei Poltikern nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich hat das ZDF Schwierigkeiten. Große Schwierigkeiten sogar. Aber die hängen nur sehr mittelbar mit der Person des Chefredakteurs (also des Leiters der Nachrichten- und Informationsformate) zusammen.
Wollte man das ZDF wirklich auf Vordermann bringen, wäre eine umfangreiche Struktur- und Programmreform vonnöten. Wollte man, dass ZDF-Nachrichtensendungen wieder von mehr Zuschauern gesehen werden, dann müsste man sich über die Prinzipien der Programmgestaltung (insbesonders über die bei den Öffentlich-Rechtlichen nur sehr sporadisch eingesetzte Blockbildung) und die Einbettung der Nachrichten ins Gesamt-Programm unterhalten. Nur jemand, der vom Fernsehen keinen blassen Schimmer hat, kann glauben, dass irgendeine Sendung im Fernsehprogramm für sich alleinstehend erfolgreich oder nicht erfolgreich sein kann.
Es bleiben also nur zwei Möglichkeiten (die sich allerdings gar nicht einmal unbedingt ausschließen müssen): Entweder ist Roland Koch in dieser Angelegenheit vollkommen inkompetent - was beängstigende Zweifel an seinem Urteilsvermögen (wie an dem seiner Kollegen) in anderen Politik-Feldern nähren würde. Oder es handelt sich, wovon die Mehrheit der http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,662937,00.htmlPublizisten wie auch eine Reihe von renommierten http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,662553,00.htmlStaatsrechtlern ausgehen, eben doch um den Versuch eines Politikers, einen politisch genehmeren ZDF-Chefredakteur durchzusetzen - was ein fataler Schlag gegen die freie politische Meinungsbildung in unserem Land wäre.
Dabei ist das wirklich Besorgniserregende an der Causa Brender nicht, worauf Medienjournalist Stefan Niggemeier in seinem http://feedproxy.google.com/~r/StefanNiggemeier/~3/w_96x9M2KDM/Blog hingewiesen hat, die Nicht-Verlängerung von Brenders Vertrag (da es - wie der Weggang des renommierten ZDF-Auslandskorrespondenten http://www.ksta.de/html/artikel/1218660692389.shtmlUlrich Tilgner gezeigt hat - durchaus Grund zum kritischen Hinterfragen von Brenders Amtsführung gibt), sondern die Tatsache, dass Politiker, also diejenigen, die vom Journalismus als vierter Macht im Staat kontrolliert werden sollen, über die Verwaltungsräte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Macht über diejenigen ausüben, die sie kontrollieren. Für Roland Koch, der sich als Politiker als die „Grundlage der Demokratie“ (siehe das FAZ-Interview oben) begreift, scheint das kein Problem zu sein. Für alle, die es mehr mit dem Leitsatz halten, dass in einer Demokratie alle Macht vom Volke ausgeht, dagegen schon. Denn welche Macht kann schon von einem Volk ausgehen, das nicht gut informiert ist?
Letztlich ist das Agieren von Koch fast so etwas wie eine Reflektion jener Erbsünde, der das ZDF überhaupt ihr Entstehen verdankt: Der Gründung der bundeseigenen Deutsches Fernsehen GmbH 1960 durch den damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer. Da Rundfunk und Fernsehen jedoch in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer fallen, wurde der Versuch Adenauers, ein zweites deutsches TV-Programm aufzubauen, welches der Bundesregierung untersteht, vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft. Aus der Konkursmasse der Deutsches Fernsehen GmbH ging dann allerdings (diesmal auf Initiative der Länder) 1963 das Zweite Deutsche Fernsehen hervor.
Auf das Bundesverfassungsgericht könnte auch in der Sache Brender noch Arbeit zukommen: Sollte sich entweder ZDF-Intendant Markus Schächter oder ein Bundesland oder die Opposition im Bundestag ein Herz fassen, dann könnte gegen den Beschluss des Verwaltungsrats Klage in Karlsruhe erhoben werden. Damit würde dann allerdings nicht nur die Frage nach der Rechtmäßigkeit dieser einen Entscheidung im Raume stehen, sondern die prinzipielle Klärung der Frage, welchen Einfluss die Politik auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen ausüben darf.
Dafür, dass sich öffentlich-rechtlicher Rundfunk auch in etwas größerer Staatsferne abspielen kann, gibt es schließlich gute Beispiele, wie den BBC Trust. Dessen Mitglieder werden zwar durchaus von der Politik berufen, ihr Selbstverständnis ist jedoch ein gänzlich anderes als hierzulande. Organisieren sich die Mitglieder der Fernseh- und Rundfunkräte in den deutschen TV-Anstalten gerne in so genannten „Freundeskreisen“, die dann entweder der CDU oder der SPD nahe stehen, ist dies in Großbritannien von weitaus geringerer Bedeutung. Die Mitglieder des BBC Trust verstehen sich - in diesem Fall gilt wirklich: Nomen est Omen! - als Trustees, als Treuhänder der Gebührenzahler, die im Namen der Gebührenzahler, nicht im Namen der Politik, die Aufsicht über die BBC führen.
Zum institutionellen Apparat des BBC Trusts gehören unter anderem die so genannte Zuschauerräte (Audience Councils), die den Trust in der Frage beraten, wie gut oder wie schlecht die BBC den Ansprüchen der Gebührenzahler gerecht wird. Das kann dann auch schon mal zur Folge haben, dass der BBC Trust mehr Mut und Anspruch bei den Dramaserien des Senders einfordert . Daneben holt der BBC Trust (unter anderem über das Internet) direkt Konsultationen aus der Bevölkerung ein, wenn es darum geht, die Leistungen der BBC zu bewerten.
Was wohl dabei herausgekommen wäre, wenn der Verwaltungsrat des ZDF einfach mal die Gebührenzahler gefragt hätte, wie sie mit den ZDF-Nachrichten zufrieden sind? Tja, das Risiko wollte Roland Koch dann wohl nicht eingehen...
Fazit
Der Vertrag von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender wurde nicht verlängert. Warum soll uns das als Serienjunkies interessieren? Weil es symptomatisch für die Praxis des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland ist, welches mehr durch politische Klüngelei als durch eine am Zuschauer orientierte Programmpolitik geprägt ist. Nur breiter öffentlicher Widerstand wird daran etwas ändern können.
14 Kommentare| ORPHEUMFilm schreibt vor 10 Monate Machen wir uns doch nichts vor. PRESSEFREIHEIT ist eine schöne Vision - aber doch längst keine Realität mehr. News sind längst zur Ware verkommen. Berichtet wird, was knallt, den Zuschauer hält und die Auflage steigert. Der Inhalt orientiert sich an einer Verträglichkeit mit den Interessen der Werbekunden und der politischen Ausrichtung des Senders. Es geht ausschließlich um Macht und Geld. Viel Geld. Natürlich nicht für die Programmmacher. Da werden Gehälter und Produktionsmittel kräftig gekürzt. Wieso sollte man auch einen 3Mio-Euro Spielfilm produzieren, wenn man am Ende einer WWM- Folge noch Geld durch die Anrufer übrig behält? Also - lieber seichte Unterhaltung mit Gewinn-Garantie ins Programm genommen, als vielleicht mal ein weiteres Fernsehspiel (ja ich weis, ich vermische hier Privat und ÖR). Und während sich die Chefredakteure, Aufsichtsräte, und sonstigen Posten und Pöstchen die Taschen vollmachen, wird an den Programmmitteln und den Honoraren der Programmmacher und Produzenten gespart, was der Rotstift schreibt. Schon heute bestehen ganze Redaktionen nur noch aus ehemaligen Praktikanten, die für ein bisschen mehr Geld das tun, was sie gelernt haben: Entsprechende Inhalte per COPY-PASTE der Agenturen in eigene Inhalte einzufügen. Recherchieren? Überprüfen? Nachhaken? Fehlanzeige. Ja - das ZDF bedarf einer Programmreform. Aber auch das System drum herum ist schmierig verklebt und leidet an einem Geldfluss in nur eine Richtung - aus dem Programm heraus. Und darf zum Schluss in aller Bescheidenheit daran erinnert werden, dass Moralapostel Koch, dem ja die Qualität und Zukunft des ZDF so am Herzen liegt, noch immer mangels ordentlicher Aufklärung seiner Schwarzer KassenAffäre in den Köpfen der Bevölkerung als vorbestraft gilt und (meiner persönlichen, unmaßgeblichen Meinung nach) auch gehört. Ein Notar darf bei Verdacht auf etwas Krummes seine Tätigkeit nicht weiter ausführen - aber Politiker entscheiden über "Qualität und Zukunft". Gute Nacht! -- zuletzt geändert:28.11.2009 11:56 |
| sszhd schreibt vor 10 Monate Von vorn herein mir gefällt das Angebot des ZDF wesentlich besser als das, der meisten Privaten, aber die Öffentlich-Rechtlichen Sender sind mehr als nur ein Problemfall. Nicht nur dass hier von der Politik versucht wird, augenscheinlichen Einfluss auf die politische Färbung zu nehmen, sie nehmen es ja verdeckt über die Intendanten und Chefredakteure bereits. Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass die Arbeit des ZDF mit den Aufgaben lt. des Rundfunkstaatsvertrags nichts mehr gemeinsam hat. "Wetten dass", "Volle Kanne", "Maybrit Illner" und der "ZDF Fernsehgarten" sind definitiv keine "Grundversorgung". Für diese Sendungen gibt es alternative Programme der Privaten und somit tritt hier das ZDF als Konkurrent der Privaten auf, und das ist ihm lt. Rundfunkstaatsvertrag verboten. Aber wen interessieren hier in Deutschland schon Gesetze ... -- zuletzt geändert:28.11.2009 11:10 |
| GewaltSam schreibt vor 10 Monate Bis auf ein oder zwei Hängerchen sehr schön geschrieben! Da merkt man mal wieder, dass hier Serien- bzw. Medienjunkies am Werk sind, die was von der Thematik verstehen. Ich wäre ja schon mal glücklich, wenn es die Politik schaffen würde, sich um die Themen zu kümmern, die auch in ihrem Aufgabenbereich liegen; stattdessen schaut man dann lieber noch ein bisschen über den Tellerrand und mischt sich in Angelegenheiten, von denen man keine Ahnung hat. Und was dabei rauskommt sieht man dann ja bei Themen wie diesem hier, oder bei Verbrechen wie der Internetsperre, die man sich ja auch getrost ohne Expertenrat eingeholt zu haben ausdenken kann... Aber ich weiche vom Thema ab. Gibt es hier eigentlich noch ein paar Leute, welche die Öffentlich-Rechtlichen verfolgen? Ich muss zugeben, dass ich praktisch kaum mehr normales Fernsehen schaue, seit ich vor einigen Jahren von daheim ausgezogen bin, aber ganz gerne mal durchzappe, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin. Die haben auch die digitalen Kanäle, und da sind die Dritten Programme eigentlich die interessantesten... Habe mich dabei ertappt, wie ich fast nur noch bei (non-soap) Dokusendungen den Finger von der Taste nehme. Wie geht es euch da? |
| elgebe schreibt vor 10 Monate BRAVO! Es musste wirklich einmal so deutlich gesagt werden: Es ist eine schlimme Entwicklung und wenn das so weitergeht, sind wir bald wieder dort, wo wir nie wieder hinwollten. |
| Interrogation Bear schreibt vor 10 Monate Ach ja, es ist schon eine scheinheilige Diskussion. Jahrzehntelang installiert die SPD bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ihre Günstlinge und keiner nimmt daran Anstoß. Dabei hat die Qualität der Politik-Berichterstattung doch in den 10 Jahren unter Brender massiv nachgelassen. Wo man früher bei FRONTAL zwei unterschiedliche Meinungen zu hören bekam, verbreitet heute das unsägliche Frontal21 undifferenzierte Hetze. Die Nachrichten driften immer mehr in den Boulevard ab und es wird mehr Geld für neue Studios ausgegeben, als für gute Berichterstattung. Dass die politische Beeinflussung der ÖR, ob von links oder rechts, eigentlich ein Unding ist, ändert nichts daran, dass das so seit 60 Jahren praktiziert wird. Der WDR wurde nicht zu Unrecht als Rotfunk bezeichnet und extrem linke Ausrichtung der ARD-Politmagazine sollte sogar einem Blinden aufgefallen sein. Von daher: Im Westen nichts Neues. |
| hellfeyer schreibt vor 10 Monate von der jahrelangen politischen beeinflussung der öffentlich-rechtlichen muss nichts mehr geschrieben werden - diese ist gerade in insider-kreisen wahrlich kein neues thema mehr. das hat auch nur bedingt mit der politischen ausrichtung irgendwelcher politik-magazine zu tun - die mögen beim zdf nur noch undifferenziert "hetzen" (das ist in der zeit der wochen-skandale meines erachtens ein probates mittel der aufmerksamkeitsgenerierung), bei der ard schießen sie seit jeher aus allen ecken (vgl. monitor mit report aus münchen). darum geht es allerdings im fall brender nicht. natürlich ist eine boulevardisierung der öffentlich-rechtlichen zu beobachten - und natürlich ist das nicht zu begrüßen. aber: investigativer journalismus (in deutschland eh eine exotenveranstaltung) kostet geld und geduld - und das ist für den nachrichtenbereich bei den privaten nicht vorhanden. insoweit müssen die öffentlich-rechtlichen (neben vielleicht noch spiegel und süddeutscher zeitung) das banner hochhalten, denn nichts kann eine demokratie am abkacken besser retten als eine freie presse - und die muss über die massenmedien laufen, sprich fernsehen und radio (auch wenn internet-junkies das wohl nicht gerne hören). dass roland koch und konsorten hier so schamlos agiert haben, könnte jedoch zum bumerang werden. grundgesetzwidrige umstände finden einfach kein gehör, wenn sie im stillen ablaufen. da muss schon jemand die große trommel rühren - und das hat roland k. mal wieder geschafft. bleibt zu hoffen, dass die trommelei nicht zuletzt vom bundesverfassungsgericht gehört wird und sich dieses nach jahr(-zehnt)en des stillhaltens berufen fühlt, endlich in die struktur zu kloppen. zu wünschen wäre es. im übrigen ist das system von checks and balances der öffentlich-rechtlichen nicht das schlechteste. man würde sich vor allem mehr mut wünschen - aber beim luxus-medium fernsehen auf einzelmeinungen zu vertrauen wäre genauso fatal wie ausgeklügelte entscheidungsprozesse auf mittelmaßniveau. -- zuletzt geändert:28.11.2009 15:06 |
| DasLiebeSushi schreibt vor 10 Monate ZAPP hats auf den Punkt gebracht: http://www.youtube.com/watch?v=hfk2YdjeauA |
| unit66 schreibt vor 10 Monate Was kann man da noch sagen? Staatsräson eben. Ich frage mich schon seit mehreren Jahren warum die Wähler in Hessen überhaupt noch Koch wählen. Im Vergleich zu Italien oder den USA (FOX News) sieht es bei uns noch relativ gut aus. Trotzdem: Der Objektive Journalismus ist eine Seltenheit geworden - und das ist schon eine Sache die mit unserem Wirtschaftssystem zusammehängt. @GewaltSam: Ja ich schaue noch ÖR: Tagesschau, Phoenix und arte. @Interrogation Bear: So groß kann der Unterschied zur CDU/CSU-Beeinflußung in den letzten 15 Jahren nicht gewesen sein |
| makus schreibt vor 10 Monate Was hat der Dreck hier zu suchen? Inwiefern hat das mit US-Serien zu tun? Wenn ich sowas noch mal hier lese werde ich keine Werbeeinnahme mehr für euch kreiiren mit meinen Besuch der Seite. Jetzt besuche ich noch mit AdBlock Plus aber sollte so ein schwachsinn in geraumer Zeit wieder hier gepostet werden. Dann werden eure visitor statistiken geringer ausfallen und damit wird die Serienjunkies KG weniger Geld aus dieser Seite schöpfen. |
| Farguard schreibt vor 10 Monate @unit66: FOX News wird aber nicht Zwangsgebührenfinanziert, also können die so einseitig ihre News auswählen wie sie wollen ;) @makus: Hui! hier muss es ja nicht nur um (us) Serien gehen. und was stört dich daran, beim durchscrollen der newsseite halt ein paar artikel die deiner meinung nach nicht relevant sind, einfach zu überlesen? sie tun dir doch nicht weh! also: weiter so, dann mache ich adblock hier auch gerne weiterhin aus ;) |
| unit66 schreibt vor 10 Monate @Farguard: So meinte ich das nicht - eher im Sinne wie schlechtes Fernsehen aussehen kann bzw. wie Journalisten von ihrem eigentlichen Idealfall abweichen können. @Makus: Ich glaube es was Erwin Teufel der mal im baden-württembergischen Landtag folgendes gesagt hat: "Herr, lass Hirn na'regne [herunterregnen]" - ich kann mich wenn es um deinen Kommentar geht ihm nur anschließen. |
| Nummer21 schreibt vor 10 Monate @makus: Wow, die ganze Serienjunkies KG wird jetzt zittern. Ich glaube, wenn du die Seite nicht mehr besuchst, geht der Laden gleich pleite... Im Artikel steht auch der Grund dafür, warum er hier steht. Äußerdem muss er nichts mit US-Serien zu tun haben - steht schließlich in der Rubrik "Nachrichten - Business". Selten sinnloser Kommentar... Ich finde sehr gut, dass Christian Junklewitz das so deutlich geschrieben hat. Spiegelt ziemlich genau meine Meinung wider. Ich finde es ein Unding, wie sich Koch und Konsorten entgegen dem Willen der breiten Öffentlichkeit, 35 hochrangiger Richter, die Anfang der Woche noch in einem offenen Brief vor eben dieser Entscheidung gemahnt haben, und auch vielen Politikern aus den eigenen Reihen (zwei CDU/CSU-Menschen haben schließlich trotz allen Drucks pro Brender gestimmt) durchgesetzt hat. Es spielt meines Erachtens auch keine Rolle, dass es früher schon Klüngeleien gegeben hat. Die Art und Weise, wie das hier geschehen ist, sucht irgendwo seines gleichen. Und sollte sie das irgendwo finden, würde das die Sache auch nicht bessern. Wir sind hier nicht in Berlusconi-Land - die Politik hat sich aus dem freien Journalismus rauszuhalten. -- zuletzt geändert:28.11.2009 22:40 |
| wibi44 schreibt vor 10 Monate Die Scheinheiligkeit siegt mal wieder und wie schön für die oft gerne geifernden Journalisten der linken Szene, dass es einen Roland Koch gibt. Nicht das ich den Herrn besonders mag nur frage ich mich, wo all die entrüsteten Journalisten waren, als die SPD jahrelang den Chefredakteur bestimmte. Generell zeigt diese Diskussion, dass es am besten ist, die Politik hielte sich zumindest als bestimmender Faktor aus dem ÖR raus. Sicher sollte sie ein gewisses Mitspracherecht haben, aber es kann und darf einfach nicht sein, dass ihr Einfluss bestimmend wird. Bisher können wir in Deutschland dennoch überwiegend zufrieden sein mit den beiden großen öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF. Sie berichten vielmals unabhängig - nicht unbedingt neutral, aber das liegt in der Natur der Sache. Damit das für die Zukunft gewährleistet bleibt, ist es notwendig, dass die Politik ihren momentan bestimmenden Einfluss verliert. @unit66: das mit dem Hirn war Franz-Josef Strauß. |
| unit66 schreibt vor 10 Monate @wibi44: igitt das Zitat benutze ich niewieder :) |
Christian Junklewitz veröffentlichte diese Meldung am Samstag, 28.November 2009 10.00 Uhr
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