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10 Things I hate about you: 10 Gründe zum Gucken

Es gibt zehn gute Gründe, der Serie 10 Things I hate about you eine Chance zu geben - auch wenn ihr zu Recht befürchtet, die Sitcom werde dem Film nicht gerecht. Ethan Peck in der Rolle von Heath Ledgers Patrick Verona ist nur einer davon. Mit Fotostrecke


„Es gibt viel, das man an 10 Things hassen könnte und einiges, was man einfach mögen muss. Doch zwischen mögen und lieben besteht ein wesentlicher Unterschied.“ Treffender als die New York Times kann man die neue ABC Family-Sitcom 10 Things I hate about you nicht beschreiben.

Das ist freilich geklaut - von Bianca alias Larisa Oleynik, die 1999 in dem der Serie zugrunde liegenden Film 10 Things I hate about you die oberflächliche Stratford-Tochter gab. Die erklärte seinerzeit mit einer erstaunlichen Metapher eben diesen Unterschied zwischen mögen und lieben.

„Ich mag meine Turnschuhe, aber ich liebe meinen Prada-Rucksack“, sagte Bianca zu ihrer Freundin Chastity. „Aber ich liebe meine Turnschuhe“, entgegnete Chastity, und Bianca erklärte: „Aber nur weil du keinen Prada-Rucksack hast.“

Zugegeben: Kat Stratford ist in der Serie viel zu hip angezogen, die Rollen zwischen der beliebten Bianca und ihrem Anhängsel Chastity sind verdreht, und Nicholas Braun spielt einen noch schlechteren Cameron als seinerzeit Joseph Gordon-Levitt. Doch Fans des Originalfilms mit Julia Stiles und Heath Ledger in den Hauptrollen sollten der Sitcom dennoch eine Chance geben. Wir nennen euch zehn Gründe, 10 Things I hate about zu mögen, wenn nicht gar zu lieben:

10 Gründe, "10 Things" zu mögen

1. Der beste gleich zu Beginn: 10 Things I hate about you hat herrlich komische One-Liner, die einen unweigerlich zum Lachen bringen.- Bianca: „God forbid, someone gets hurt or sick - or pregnant. It happens. Thanks a lot, Juno.“- Kat über die Fotos fürs Jahrbuch: „It looks like one of these Herpes-commercials where everyone looks so happy despite the fact they have Herpes.“- Chastity: „This is my (parking) spot.“ - Kat: „I heard spots weren't assigned.“ - Chastity: „Yes, they are. By Charles Darwin.“- Cameron: „I haven't heard from her, but I'm choosing to be positive. She's repulsed by me, but she cares enough to not reject me in public.“- Bianca: „How do I look?“ - Kat: „Shallow.“ - Bianca: „Thank you!“

2. Selbst die äußerst kritische Spoiler-Prominenz aus den USA findet 10 Things I hate about you lustig. Korbi Gosh twitterte zum Beispiel: „5 minutes into the 2nd ep of 10 Things I Hate About You & I'm a convert. Skip the pilot, start with episode 2. It's got jokes!!“

3. Shakespeare wurde selten so verständlich aufbereitet. Nun ja, zugegeben: Von der literarischen Vorlage „Der Widerspenstigen Zähmung“ („The Taming of the Shrew“) ist nicht viel übrig geblieben.

4. Ethan Peck mag kein Heath Ledger sein, aber seine Interpretation des verwegenen Patrick Verona als missverstandener Bad Boy ist nicht weniger gelungen. Ein wenig erinnert er an Jared Leto in der 90er-Jahre-Drama-Serie Willkommen im Leben. Und eine sehr erotische, tiefe Stimme hat Peck auch noch, von der man in den kommenden Episoden endlich mehr zu hören bekommt. Der 23-Jährige ist übrigens der Enkel des verstorbenen Hollywood-Stars Gregory Peck, der 1962 für seine Hauptrolle in der Literaturverfilmung Wer die Nachtigall stört („To Kill a Mockingbird“) einen Oscar gewann.

5. Kat (Lindsay Shaw, Aliens in America) ist in der Sitcom bei weitem nicht so eine unabhängige Eigenbrödlerin wie seinerzeit die Filmvariante von Julia Stiles. Ihr Kleidungsstil ist viel zu hip, Haare und Make-up der Darstellerin im Gegensatz zu Stiles ständig gestylt. Doch gerade die Tatsache, dass sie keine Eins-zu-eins-Kopie ist, macht die „10 Things“-Kat sehenswert.

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6. 10 Things I hate about you will nicht nur lustig sein, sondern eben auch ordentliches Teen-Drama. Aus der Anziehung zwischen Patrick und Kat dürfte bald mehr werden und die Produzenten versprechen, dass es dann auch mal ernsthaft zugehen wird.

7. Schon im Film spielte Larry Miller den überfürsorglichen, zum Teil sehr neurotischen Gynäkologen-Vater der Stratford-Schwestern. Der Darsteller ist auch im Cast der Serie dabei und hat bei der Serieninterpretation seiner Rolle noch eine Portion Verrücktheit draufgesetzt. Als Kat etwa Chastitys Auto anfährt, war Daddys Kommentar im Film bloß: „Meine Versicherung zahlt nicht für prämenstruale Zicken.“ In der Serie muss das Töchterchen zur Strafe im Haus im Rollstuhl sitzen, um die Folgen eines Autounfalls zu simulieren.

8. Jolene Purdy gibt eine unerwartete Version der Außenseiterin Mandella, ganz anders als Susan May Pratt (Centre Stage) im 1999er-Film: übergewichtig, Grufti, sehr schweigsam und so gar kein Shakespeare-Fan. Gleich in der zweiten Episode überraschte sie damit, dass sie Kats nervigem Verehrer ein blaues Auge verpasste.

9. Für Fans von Teenie-Filmen hat es selten eine bessere Serie gegeben als 10 Things I hate about you (außer vielleicht das im Herbst startende Glee). Schon die ersten Episoden kombinieren ideal klischeehafte Charaktere, unnatürliche Schlagfertigkeit, und Girl-Group-Musik.

10. Bislang war zwar außer instrumentalen Kompositionen noch nicht viel Musik zu hören, aber mit dem Song „It's not over“ von Carolina Liar hat „10 Things“ einen guten ersten Eindruck von der Sound-Untermalung gegeben, die hoffentlich in den kommenden Episoden zu erwarten ist.

Und ab der nächsten Seite: 10 Fotos zu "10 Things I hate about you"

10 Kommentare
Elusian schreibt vor einem Jahr
Lindsay Shaw wird für mich immer als Mose aus Ned’s Declassified School Survival Guide in Erinnerung bleiben. In Aliens in America war sie manchmal ein wenig deplatziert. Ansonsten werd ich mir das mal anschauen :-)
Hülya schreibt vor einem Jahr
Gregory Pecks Enkel? Wußte ich nicht. Ich hatte mir vorher den Kopf zerbrochen woher mir sein Gesicht bekannt kam. Dank imdb war ich dann auch schnell schlauer: Er spielt in Rückblenden von "Die wilden Siebziger" eine jüngere Version von Michael Kelso.
Ich werde mir wahrscheinlich dieses Wochenende die ersten beiden Folgen ansehen.
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zuletzt geändert:18.07.2009 16:35
DJ Doena schreibt vor einem Jahr
Für mich stellt sich immer noch die Frage "What's the point of the show"? Soll das wirklich nur eine längere Nacherzählung des Films werden, oder kommt da irgendwann noch ein originelles Element hinzu?
Mir gehts nicht mal um Heath und Julia, aber ich frage mich schon, was ich von der Serie noch erwarten kann, wenn ich den Film schon kenne.
vampyreskitten schreibt vor einem Jahr
ich liebe die Serie jetzt schon, light entertainment zum schmunzeln und schmachten... dieser peck ist schon sehr angenehm fürs weibliche Auge... Natürlich darf man hier nichts mit Tiefgang erwarten, wer aber heimlich gern Liebesromane liest oder Serien, wie Gossip Girl, One Tree Hill oder sogar 90210 schaut, sollte mal gaaaanz heimlich hier reinschalten ...
Rigodon schreibt vor einem Jahr
irgendwie wirken diese 10 gründe alle so als ob man sagen will, dass das ganze nur halb-schei... ist. aber ich bin da wohl auch zu weit von der zielgruppe entfernt :)
CaroNeumann schreibt vor einem Jahr
@Rigodon: Ich glaube, wer so gar nichts mit Teenieserien oder -filmen anfangen kann, der wird sich natürlich auch nicht mit "10 Things I hate about you" anfreunden. Wer allerdings den Film kennt und mag uns sich deswegen sorgt, dass die Serie das Original verhunzt, der kann beruhigt sein. Die Serie ist lustig und unterscheidet sich in genügend Punkten vom Film, um eigenständig und nicht bloß ein Abklatsch zu sein. Das ist alles, was ich damit sagen wollte ;-)
@DJ Doena: Das frage ich mich auch noch. Ich denke aber, dass nur die grundsätzlichen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander übernommen wurden, nicht das generelle Konzept des Films. Warten wir's ab!
TV-Junkie schreibt vor einem Jahr
Ich muss zugeben das ich den Film echt lustig und witzig fand und das Heath dabei nicht so eine Große Rolle spielte da hat die Serie doch echt guten Ersatz gefunden, aber was weniger gut gefällt ist die ganze missere um Kat. Sie ist im Film ja eigentlich nur so mies drauf weil sie ja betrogen und verarscht wurde also nur eine weitere Kerbe am Bettpfosten des Highschool Schönlings aber wie soll das in der Serie glaubhaft gemacht werden wer bitte schön glaubt denn das der jetzige Schönling je was mit der hiesigen Kat gabt haben kann ich denke daran scheitert die ganze Serie sie ist einfach falsch besetzt und da bringt kein schön reden Besserung.
Ich denke das hier doch ein etwas kritisches auftreten besser ist.
zugeben Bianca und ihre Rolle gefällt mir sehr gut.
bmk schreibt vor einem Jahr
Es gab ja auch mal eine Serie zu CLUELESS, ich denke, dass kann man gut vergleichen: Auch damals stand eine Romanze im Mittelpunkt des Films. Sowas wird dann vielleicht in der ersten Staffel der Serie auch in Langform angegangen, aber letztendlich entwickelt sich die Serie spätestens danach als eigenständiges Projekt.
Ich fand in der ersten Episode wurden einfach zu viele altkluge Sprüche hinter einander weg gekloppt. Bei Episode zwei lief das schon besser. Man muss einer Serie eben auch mal Zeit geben, ihr Tempo zu finden.
Janitor schreibt vor einem Jahr
Zuerst war ich ja sehr skeptisch obwohl (oder vielleicht weil) ich den Film sehr gern mag, aber ich denke ich kann der Serie eine Chance geben. Denke schon, dass sie mir gefallen könnte.
Ailinex schreibt vor einem Jahr
Also ich werde mir die Serie weiterhin ansehen, trotz der schrecklichen Schauspielerei des Schauspielers von Cameron (echt, es ist ja kaum auszuhalten sich den Jungen anzusehen -.-). Es muss wohl an der Rolle liegen, ich liebe Joseph Gordon-Levitt, aber in dem Film war er echt beschissen.
Hat eigentlich mal jemand gezählt, wie viele Worte Patrick von sich gegeben hat? Er hat ja ganz auf mysteriös gemacht, ich fand das schon ein wenig unterhaltsam. Naja, ich freu mich jedenfalls auf die weitere Entwicklung zwischen ihm und Kat :)

Carolin Neumann veröffentlichte diese Meldung am Samstag, 18.Juli 2009 15.00 Uhr

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