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The Sarah Silverman Program: Serienstart heute bei Comedy Central

Heute um 22:30 Uhr startet bei Comedy Central die amerikanische Comedy-Serie The Sarah Silverman Program von und mit der nicht ganz unumstrittenen Komikerin Sarah Silverman. Der späte Sendeplatz kommt nicht von ungefähr, denn zumindest die Hauptfigur nimmt kein Blatt vor den Mund.


Sarah Silverman ist eine in den USA schon seit Jahren bekannte und recht beliebte Komikerin jüdischer Herkunft. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie ein eigenes Serienprojekt angeboten bekommen würde. Zugeschlagen hat in diesem Fall der amerikanische Sender Comedy Central, auf dessen deutschem Schwestersender die Serie nun auch bei uns zu sehen ist. Silverman ist in den USA bekannt für ihren bisweilen gewagten, gar derben Humor, dem es politischer Korrektheit zwar mangelt - aber dafür eben zum Lachen animiert.

Die Figuren

Sarah Silverman (Sarah Silverman) ist eine Waise fortgeschrittenen Alters, die mit einem sehr egozentrischen Weltbild durchs Leben schreitet. Eine kindische Selbstbezogenheit ist der arbeitslosen Frau zu eigen, und auch sonst scheint ihr Gemüt eher kindlich naiv - was jedoch auch mit einer ungehemmten Experimentierfreude in allen Lebenslagen einhergeht. Einzig zu ihrem Hund Doug hat sie ein liebevolles Verhältnis. Im Gegensatz dazu ist sie für ihre jüngere Schwester Laura (Laura Silverman; im wahren Leben ist Laura älter als Sarah) durch ihren Narzismus eine echte Belastung.

Laura ist deutlich die verantwortungsbewusstere von den beiden - und die einzige mit einem Job. Sie ist Krankenschwester, und wenn sie ihrer Schwester nicht gerade aus der Patsche holen muss - und das passiert recht häufig, aber schließlich sind beide ohne weitere Familie - dann sucht sie in ihrer schüchternen Art nach ihrem kleinen Stück vom Glück. Dieses scheint sie jetzt im Polizisten Jay McPherson (Jay Johnston) gefunden zu haben. Der ist zwar etwas kleinlich und überkorrekt, aber im Herzen ein guter Kerl.

Das trifft auch auf das schwule Pärchen Brian Spukowski (Brian Posehn) und Steve Myron (Steve Agee) zu. Die beiden sind Sarahs verständnisvolle Nachbarn, und weit ab vom Klischee des auf sein Äußeres bedachten, typischen Fernseh-Schwulen: Eine der Lieblingsbeschäftigung der beiden ist Kiffen, und vom äußerlichen her fallen sie eher in die Dirk Bach-Kategorie.

Worum es geht

In der ersten Episode fühlt sich Sarah nicht gut. Sie geht los und besorgt sich eine starken Husten-Sirup. Als sie unter dessen Einfluss Auto fährt. So begegnet sie Officer Jay, der sie auf Alkohol tetstet - und anschließend wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss festnimmt. Als Laura ihrer Schwester wie üblich aus der Patsche helfen will, begegnet sie Jay und fühlt sich zu ihm hingezogen - eine Entwicklung, die Sarah gar nicht mag. Derweil diskutieren Brian und Steve darüber, ob Brian nicht doch vielleicht auch Gefühle für Frauen entwickeln könnte - also in Wirklichkeit bisexuell ist.

Im Zentrum von The Sarah Silverman Program steht ansonsten - wie könnte es anders sein - Sarah. Mit ihrer direkten und wenig freundlichen Art schaft sie es immer wieder, in Schwierigkeiten zu geraten. Drogen sind ihr nicht fremd, ihr Gedächtnis ist nicht das beste, auch über ihre toten Eltern hat sie nichts gutes zu sagen. Dass ihre Schwester jetzt einem anderen Menschen - dem Cop Jay - Aufmerksam gewährt, mag sie überhaupt nicht haben. Und in kindischer Manier beginnt sie sofort, diese keimende Beziehung zu sabotieren.

Fazit

Sarah Silverman - der Charakter, nicht die Darstellerin - ist ein Wolf im Schafspelz (na ja, trifft vielleicht doch auf beide zu). Hinter dem „niedlichen“ Gesicht und dem kleinen Persönchen steckt ein recht übler Charakter (was nun wirklich nur von der Serienfigur zu sagen ist). Und daraus zieht die Serie ihren Humor. Nicht, dass es nicht auch billige-Körperfunktionen-Witze geben würde (in den USA läuft die Serie auf dem selben Sender wie South Park).

Das kann man mögen, oder auch nicht. Wer das bisherige Werk von Silverman kennt und mochte - z.B. das berühmte Matt Damon-Video - der weiß, was ihn hier erwartet. Und wird dennoch positiv überrascht werden.

Die erste Staffel von The Sarah Silverman Program hat 6 Episoden. Momentan läuft die Serie - die in den USA für ihren kleinen Kabelsender ein ziemlicher Erfolg ist - in ihrem Heimatland in der zweiten Staffel.

Zusammenschnitt verschiedener Versionen des Vorspanns der Serie:

Bernd Michael Krannich veröffentlichte diese Meldung am Donnerstag, 23.Oktober 2008 10.00 Uhr

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