Serienjunkies.de®Alles zu Deinen Lieblingsserien!
[ Startseite | Newsübersicht | Suchen | Aktuelle Kommentare]

Play By Day: Amerikanische Staffelneustarts vom 29. September

Nach dem Overkill von Staffelneustarts am Sonntag ging es am gestrigen Montag eher beschaulich zu: Nur NBC brachte neue Serien an den Start, und zwar die jeweils zweite Staffel von Chuck und Life.


Da das Network NBC am vergangenen Montag Heroes mit einem Special und einer Doppelfolge an den Start brachte, blieb sonst für nichts Platz. In dieser Woche nähert man sich beim Pfauennetwork etwas dem geplanten Programmschema an: Chuck kommt auf seinen designierten Platz. Und sei es nun, weil die Produktion von My Own Worst Enemy etwas stockte und dank Recastings der Staffelstart auf den 23. Oktober gesetzt wurde und man so zwei Wochen Programm zu füllen hatte, oder weil man der Serie abseits ihres Freitagssendeplatz ein bisschen einen Platz an der Sonne geben wollte - sei dem also, wie dem sei, die Serie Life erhält diese und nächste Woche zu ihrem Freitagssendeplatz auch die Gelegenheit, am späten Montag ihr Publikum zu finden.

Chuck

Was anfangs als Prämisse etwas gewagt schien, machte später dann doch noch Sinn: Chuck Bartowski (Zachary Levi) hat es irgendwie geschafft, ganz ohne sein Zutun eine wichtige Spionagedatenbank in sein Gehirn geladen zu bekommen, deren Original in der Folge zerstört wurde. So ist er zu einem wichtigen Spielball der amerikanischen Geheimdienste NSA und CIA geworden.

Während Chuck sein Leben als Kundendienstmitarbeiter eines Unterhaltungselektronik-Fachmarkts nebenbei weiter führt, unterstützt er die CIA-Agentin Sarah Walker (Yvonne Strahovski) und den bärbeißigen NSA-Agenten John Casey (Adam Baldwin, Firefly) dabei, die guten alten US of A frei von Terroristen und fremden Agenten zu halten.Was nur Casey und der Zuschauer wissen: Es wird mit Hochdruck an der Fertigstellung eines Ersatzes für die zerstörte Datenbank gearbeitet - und mit deren Fertigstellung wird Chuck für die beteiligten Geheimdienste von einem wichtigen Asset zu einem Sicherheitsproblem; seine Eliminierung ist bereits beschlossen.

Hier setzt die zweite Staffel an. Die neue Datenbank - Intersect genannt - steht kurz vor der Fertigstellung. Für Chuck bahnt sich damit seine Entlassung aus dem Staatsdienst an, er wird wieder sein eigener Herr sein. Nachdem sein Leben vor seiner Begegnung mit der Datenbank lange stagnierte und er verpassten Gelegenheiten nachweinte, ist er nun wie elektrisiert von den Möglichkeiten. Das einzige, was ihn hemmt, ist die Frage, welche Gelegenheit er denn nun als erstes beim Schopf packen soll.

Doch auch hier hat er bald eine Idee - er bittet Sarah (mit der er in der Vergangenheit aus covertechnischen Gründen eine Scheinbeziehung geführt hat) zu einem echten Date. Da auch sie schon lange Gefühle für Chuck hegt - denen sie aber aus beruflichen Gründen bisher nicht nachgegeben hat -, stimmt sie zu.

Währenddessen erhält Casey den Auftrag, Chuck zu beseitigen, da das neue Intersect kurz vor seiner Fertigstellung steht. Betrachtet man die bisherige Geschichte von Chuck und Casey, so mag es ein wenig überraschen, aber: Casey respektiert Chucks Bemühungen im Staatsdienst und bekommt Gewissensbisse, den Auftrag auszuführen.

Natürlich ist der Auftakt der zweiten Staffel nicht das Ende der Geschichte um Chuck. Man darf gespannt sein, was sich die Produzenten um McG so weiter für die zweite Staffel haben einfallen lassen. Klar ist schon mal, dass sie recht tief in die Kiste mit berühmten Gaststars gegriffen haben. So spielt im Staffelauftakt Oscargewinner Michael Clarke Duncan den zentralen Bösewicht.

Life

Nachdem man die Serie Life bei NBC auf einen eher undankbaren Freitagssendeplatz geschoben hat, gibt man ihr wenigstens eine kleine Überlebenschance, indem man sie an zwei Terminen auch montags laufen lässt - diese und nächste Woche.

Die Vorgeschichte von Life ist schnell erzählt, und so hoffen die Verantwortlichen des Networks wohl auch, dass die Serie in der zweiten Staffel noch ein paar neue Zuschauer gewinnen kann. Polizist Charlie Crews (Damian Lewis, Band of Brothers) wurde in einem Indizienprozess des blutigen Mordes an einem ehemaligen Kumpel - mit dem er zusammen eine Bar besaß - überführt. Er wanderte - schon während des Prozesses von seinen Polizei-Kollegen verlassen - in den Knast.

Dort erlebte er die Hölle, war er doch als ehemaliger Cop Feind eines jeden anderen Insassen. Nach acht Jahren nahm sich eine Anwältin seines Falls an, rollte ihn schließlich wieder auf und mit neuen Analysemethoden konnten einige wichtige Indizien entkräftet werden. Nach insgesamt 12 Jahren kam Crews frei - inklusive eines Vergleichs mit der Stadt, deren Rechtssystem ihn hinter Gittern gebracht hatte: Neben einer ungenannten Entschädigungssumme in Höhe mehrerer Dutzend Millionen Dollar hatte sich Charlie auch eine Dienstmarke inklusive Job bei der Polizei ausbedungen.

Während seines Gefängnisaufenthaltes hatte sich Crews auch mit östlicher Philosophie auseinander gesetzt. Einerseits, um mit der ihm angetanen Gewalt und der Isolation von den anderen Häftlingen fertig zu werden, andererseits um schließlich seine Wut auf die Leute zu verarbeiten, die ihn trotz Unschuld in die Hölle hinter Gitter gebracht hatten.

So hat Crews in der Freiheit anfangs nur zwei Freunde: Einen ehemaligen Mitgefangen Wirtschaftskriminellen namens Ted Earley (Adam Arkin, Chicago Hope, Boston Legal) - dem Crews die Verwaltung seiner Entschädigungssumme anvertraut - und seine ehemalige Anwältin Jennifer Conover (Jennifer Siebel), die mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft arbeitet.

In der Polizei ist Crews wenig gut gelitten. Als Partner hat er Dani Reese (Sarah Shahi, Alias, The L Word) bekommen, die jüngst ein Drogenproblem hatte und sich jetzt selber bewähren muss. Nicht ganz unproblematisch ist auch Crews' Verhältnis zu seinem ehemaligen Partner Robert Stark (Brent Sexton), der ihn damals schließlich hängen ließ und so zu seiner Verurteilung beitrug. Crews' Chefin Lt. Karen Davis (Robin Weigert, Deadwood) würde es lieber sehen, wenn sich Crews mit seinen Millionen zur Ruhe setzen würde, als in ihrer Abteilung für Unfrieden zu sorgen.

Trotz aller östlicher Philosophie - die Crews im Polizeialltag durchaus öfters hilft, durch die richtige Fragestellung Mordfälle schließlich zu lösen - konnte Charlie nicht davon ablassen, seinen „eigenen“ Fall anzugehen: Wer hat damals wirklich den Mord begangen, und warum wurde er ausgerechnet ihm angehängt?

In der ersten Staffel gelang es Crews, einen Teil der Frage zu beantworten: Alles muss mit einem gescheiterten Banküberfall zu tun haben, bei dem aber trotzdem einige Millionen Dollar verschwunden sind - und vermutlich sind die Polizisten, die den Banküberfall vereiteln konnten, darin verwickelt - wozu auch Dani Rees' Vater und Lt. Karen Davis gehören. Crews konnte den wahren Mörder dingfest machen: Einen ehemaligen Informanten von Rees' Vater.

Da die erste Staffel von Life zum Autorenstreik mit einem 'runden' Zwischenpunkt abschloss und die Serie auch nicht - wie andere Serien - nach dem Streik nochmal zurückkam, sollte der Einstieg für Neuzuschauer gut machbar sein. Life ist ein stark gemachtes Procedural mit einem Twist, der das Einschalten lohnenswert macht.

Neu in der zweiten Staffel ist eine weiterer Polizist, Captain Tidwell. Er wird von Donal Logue gespielt, den viele sicherlich aus der Comedy Keine Gnade für Dad oder Emergency Room kennen werden.

Dienstag gibt es keine Staffelneustarts, also geht es hier am Mittwoch weiter.

Bernd Michael Krannich veröffentlichte diese Meldung am Dienstag, 30.September 2008 08.00 Uhr

Archiv durchsuchen:

[ Seitenanfang | Startseite | Newsübersicht | Suchen | iPhone App!]


Letzte Aktualisierung: vor 2 Stunden

© 2003-2010 serienjunkies.de, Alle Rechte vorbehalten.
Jegliches Kopieren der Texte und Inhalte, auch auszugsweise, bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung. Die gewerbliche Nutzung erfordert in jedem Fall eine Genehmigung. Widerrechtlich Verstöße werden verfolgt.
Impressum