NBC-Programmchef Ben Silverman hat sich am Rande des New York Television Festivals erstmals zu den Gerüchten um seinen bevorstehenden Ausstieg beim Sender geäußert und erklärt, dass er nicht vorhabe, seinen Posten in Kürze zu räumen.Aufgrund seines wilden Partylebens hatten in Hollywood vermehrt Gerüchte die Runde gemacht, dass Silverman, dem neben häufigem Drogenkonsum auch mangelnder Arbeitseifer nachgesagt werden , noch im Herbst NBC mehr oder weniger freiwillig verlassen könnte.
Diesen Spekulationen trat Silverman jetzt entgegen, indem er mit geradezu entwaffnender Offenheit bekannte, dass er zwar vielleicht die „Paris Hilton von NBC“ sei, der Posten des Programmchefs jedoch genau der Job sei, den er machen wolle auch wenn manche Leute darüber erstaunen würden, weil er es sich mit den 125 Millionen Dollar aus dem Verkauf seiner Produktionsfirma Reveille doch gut gehen lassen könnte.
Silverman bekundete seine große Verbundenheit mit NBC: Das Network sei schon in seiner Kindheit sein Lieblingssender gewesen, als er zu Aufzeichnungen von Saturday Night Live gegangen ist. Sowohl hinsichtlich seines unerwarteten Aufstiegs an die Senderspitze als auch bezüglich seines Umgangs mit der Presse gestand der Programmchef Fehler ein.
Als Losung für seine Herangehensweise ans Fernsehgeschäft gab Silverman aus, dass für ihn nicht die (Zuschauer-) Zahlen im Herbst, sondern die (Finanz-) Zahlen im letzten Quartal von Bedeutung seien. Entsprechend arbeite der Sender inzwischen beispielsweise an neuen Formen des Product Placements (z.B. die Kooperation mit General Motors bei My Own Worst Enemy), durch die zusätzlich Geld in die Kassen gespült werden solle.
Christian Junklewitz veröffentlichte diese Meldung am Dienstag, 23.September 2008 09.00 Uhr
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